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Um uns über die Arbeit des Gemeinderates zu informieren, sind wir doch bei einigen Sitzungen im Jahr als Zuhörer dabei. Wir würden uns wünschen, dass viel mehr Bürger dieses Recht für sich in Anspruch nehmen.

Grundsätzlich hat man den Eindruck, dass die Sitzungen gut  vorbereitet sind und auch professionell abgewickelt werden. 90% der Punkte sind aus der Sachlage ohnehin so, dass einstimmige Beschlüsse ohne Diskussion gefasst werden. Anders ist es bei den Anträgen der Oppositionsparteien, die dann diskutiert werden. Leider war es ein unzähliges weiteres Mal so, dass diese stur und kategorisch abgelehnt wurden, mit einer Wortwahl und einer Lautstärke, die betroffen macht.  Die Antragsteller werden persönlich angegriffen und diffamiert, nach mehreren Wortmeldungen wird das Rederecht entzogen, wörtlich "wir können nicht stundenlang über einen Punkt diskutieren..." Vernünftige Entgegnungen werden mit fragwürdigen Argumenten einfach zurückgewiesen. Das Motto scheint zu sein: "Ich bin sehr enttäuscht, dass Du eine eigene Meinung hast!"

Einzelne Punkte waren:
Verbesserung der Beleuchtung auf der neuen Dorfstraße in Weißenstein: Es geht um die Sicherheit der Fußgeher. Der Antrag wurde abgelehnt, mit der Begründung, dass die Beleuchtung gem. ÖNORM ausreicht. Die Beleuchtungsstärke wird in lx angegeben und liegt offensichtlich im unteren Bereich. Dazu ist zu sagen, dass nicht nur die Beleuchtungsstärke ausschlaggebend ist, sondern auch die Witterungsbedingungen und der Kontrast der Bodenmarkierung. Unterschiedlicher Meinung war man bei der Trennung von Fahrbahn und Gehweg. Während der Sprecher des Infrastrukturausschusses gemeint hat, die Markierung darf nicht überfahren werden, hat der Bürgermeister gesagt, dass der Verkehrsweg so geplant ist, dass man die Trennlinie überfahren darf, wenn kein Fußgeher da ist......... Wir vom Bürgerforum haben die Lösung des Gehweges von Anfang an kritisiert - siehe dazu unser Schreiben, das wir am 28. August 2013 an die Gemeindevertretung gemailt haben. Dazu passt ganz gut die Aussage eines Experten beim BürgerInnenworkshop MoMaK am 21.10.2015, die gelautet hat: "Mit einem Kinderwagen möchte ich auf dieser Straße nicht unterwegs sein". Anmerkung: Es sollte nicht eines Unfalles bedürfen um einen sicheren Gehweg zu machen, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Sicherungsmaßnahmen für Fußgänger auf und im Bereich der Drautalstraße B100, Brücke Stadelbach. Zumindest eine Leitschiene sollte lt. Antragsteller gemacht werden. Entgegnet wurde, dass diese nur eingesetzt wird, wenn Absturzgefahr für Autos besteht. Das stimmt so nicht, Leitschienen werden sehr wohl zur Fahrbahntrennung eingesetzt aber auch vor Lärmschutzwänden usw. Wir vom Bürgerforum haben ausreichend dazu Stellung genommen, siehe auch diesen Artikel.

Emotional reagierte die Gemeindevertretung auf den Beitrag einer Gemeinderätin zum Thema Einbau einer Kindergartengruppe in der VS Weißenstein. Dazu müssen wir sagen, dass wir es selbstverständlich gut finden, dass diese Maßnahme gesetzt wird. Im Sinne der Kinder und auch der Eltern. Dies hat auch die Gemeinderätin Ihrem Beitrag vorausgeschickt. Sie hat nur Vorbehalte weitergegeben, die offensichtlich von der Schule kommen. Eigentlich ein Muss. Sie wurde dafür in einer rüden Art angegriffen und blossgestellt, die völlig unverständlich war, anstatt ihrem Vorschlag die angemessene Aufmerksamkeit und Achtung entgegenzubringen und Ihr für den Beitrag zu danken. Ein Punkt war der Verkehr. Es wurde in Abrede gestellt, dass Eltern die Kinder mit dem PKW vor die Schule bringen. Was nicht sein darf, kann nicht sein. Aber es ist  tatsächlich der Fall, dafür sollte man aber nicht die Schule verantwortlich machen. Zielführend wäre es, eine entsprechende Verordnung mit Straßenbeschilderung zu machen, wie es in anderen Gemeinden gehandhabt wird. Der Herr Bürgermeister erinnert, dass er als Elternsprecher mitverantwortlich dafür war, dass die Schule nach Weißenstein gekommen ist. Jakob Staunig erinnert sich in diesem Beitrag, dass er als Architekturstudent ein Projekt "Zentralschule Weißenstein" vor 41 Jahren erarbeitet hat, engagiert und ehrenamtlich. Vorschlag war, die Schule zentraler im Ort zu bauen, mit besserer Verkehrsanbindung. Der damalige Bürgermeister war gar nicht erfreut wegen dieser "Einmischung". Man kann sich nun Gedanken machen ob und wieviel sich in Sachen "Bürgerbeteiligung" geändert hat.

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