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Seitens des Landes wird ein Mobilitätsmasterplan in einem breit angelegten Beteiligungsprozess erarbeitet. Ziel ist es eine umweltfreundlichere Mobilität der Kärntner Bevölkerung zu erreichen. Angestrebt wird eine Verteilung 20 : 40 : 40 % (Öffentliche Verkehrsmittel : Rad- und Fußgängerverkehr : Privater PKW-Verkehr). Derzeit werden noch 60% der Wege mit dem PKW erledigt, wobei 89% Binnenverkehr ist, 50% unter 5 km.

Deshalb finden im Land ca. 40 Veranstaltungen statt, zu der Bürger und Politiker eingeladen sind. Kosten für den Mobilitätsmasterplan € 500.000.-.  Das Land nimmt für diese dringende Initiative viel Geld in die Hand, leider ist die Resonanz bescheiden. Ca. 20 Personen aus den Gemeinden Weißenstein, Paternion, Fresach, Ferndorf und Stockenboi waren anwesend, von den 5 Bürgermeistern nur Herr Kerschbaumer aus Stockenboi. Trotz ausreichender Information (z.B. Postwürfe, Homepage der Gemeinden), wie die Organisatoren glaubhaft versicherten. Seitens der politischen Vertretung unserer Gemeinde waren Manfred Ebner, Robert Erlacher und Mario Unterrainer dabei - falls wir jemand übersehen haben sollten, bitten wir um Entschuldigung.

Kurzbericht:

Es war eine sehr gute Veranstaltung mit kompetenten Referaten und konstruktiven Diskussionsbeiträgen.

Zuerst wurde die Initiative dargelegt - Gliederung in Analyse - Leitprinzipien - Lösungsansätze und Maßnahmen.  Derzeit fließen in Kärnten 120.000.000.- € in den öffentlichen Verkehr, wobei dieses Geld in vielen Bereichen wenig effizient eingesetzt ist. Ein großes Problem stellt die Zersiedelung und die Abwanderung in die Zentralräume dar. Noch immer hat zu gelten: Jeder Punkt muß mit Öffis erreichbar sein. Durch das zu große Straßennetz werden die Erhaltungskosten stark steigen, das Geld fehlt für innovative Maßnahmen. Wichtig werden "Mobilitätsknoten" sein, die bequem und sicher auch zu Fuß und mit dem Rad erreichbar sind. Neue Modelle, wie Taxishuttle, GO-Mobil, Info-Pools für Fahrgemeinschaften  sind anzudenken. Wichtigste Leitgedanken: sicher und umweltfreundlich!

Bei der Diskussion wurde in mehreren Wortmeldungen der neue Bahnhof in Feistritz kritisiert -  nicht an den Siedlungsraum angebunden, fehlende Rad- und Gehwege. Weiters die Situation an der B 100 in Kellerberg - der Bus soll durch das Dorf fahren. Konkret wurden fehlende Wartehäuschen (Expertenauskunft: Wartehäuschen sind Standard) fehlender Schutz von Fußgeher (erhöhte Gehsteige oder getrennte Gehwege sind für den Schutz erforderlich, Sicherheit muß oberstes Gebot sein), fehlende Geschwindigkeitsbeschränkungen, keine sicheren Rad- und Gehwege, usw. angesprochen. Auch wurde darauf verwiesen, dass wir nichts neu erfinden müssen, sondern aus positiven Beispielen zu lernen haben. Mehr dazu auf dieser Webseite, dort ist auch ein Protokoll über diese Veranstaltung abrufbar.

Fazit:  Eine positive Umsetzung wird wichtig für die Entwicklung dieses Landes sein. Jene Forderungen, die wir seitens des Bürgerforums an das Projekt "Bahnüberbrückung Weißenstein" gestellt haben, wären alle im Sinne dieses  Masterplanes gewesen. Wieweit Nachbesserungen möglich sind oder ob "der Zug abgefahren ist" wird sich herausstellen. Besondere Ironie: am gleichen Tag ist in der KLEINE ZEITUNG der Artikel "So laufen wir ins offene Messer" erschienen, der ebenfalls in diese Kerbe schlägt. Ein Touristikexperte sagt angesichts der negativen Entwicklung in Kärnten: "Wir brauchen überhaupt ein Mobilitätkonzept. Urlauber müssen sich ohne Auto problemlos fortbewegen können. Das ist das wichtigste Projekt der Zukunft". Deckungsgleich mit unserer Kritik am Bahnhof Feistritz und die damit vergebenen Chancen.  Es zeigt sich immer wieder, dass Politiker meinen, alles besser zu können und Expertenmeinungen ignorieren, weil diese unbequem sind. Offensichtlich hat sich der Touristikexperte zu weit hinausgelehnt. Er wurde abberufen.

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