Stick-Folder

Suchen

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Neben der Futterverschmutzung, die durch Hundekot in den Futtermitteln auftritt und das Futter somit qualitativ abwertet, kann noch eine viel größere Gefahr in den Ausscheidungen des besten Freundes des Menschen lauern: der einzellige Parasit mit dem lateinischen Namen Neospora caninum. Dieser Einzeller löst bei Rindern Verkalbungen, Totgeburten oder die Geburt lebensschwacher Kälber aus. N.-caninum-Infektionen gehören weltweit zu den am häufigsten infektiösen Abortursachen beim Rind.

Hunde und Kojoten sind Endwirte von N. caninum. Sie scheiden mit dem Kot Oozysten, also Eibläschen, aus, die für Zwischenwirte wie dem Rind infektiös sind und hohe

Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse aufweisen. Aufgrund dieser hohen Widerstandsfähigkeit können diese infektiösen Eibläschen über Monate auch im Heu überleben und dann im Stall an die Rinder verfüttert werden.

Neben dem enormen momentanen Schaden, der für einen LandwirtInnen durch die direkte Auswirkung einer solchen Infektion entsteht, also ein Abort eines Kalbes, kommt es außerdem zu einer viel weitreichenderen Schädigung: Dieser Parasit kann sich über den vertikalen Weg von einer Rindergeneration zur nächsten übertragen. Einmal infizierte Zuchtlinien bleiben somit über mehrere Generationen infiziert. Wer einmal weiß, dass Züchten sich über viele Generationen, also viele Jahrzehnte erstreckt, kann sich auch das Ausmaß des Schadens für die Zuchtarbeit und den LandwirtIn vorstellen.

Infizieren können sich Hunde durch das Fressen von Körpergewebe infizierter Zwischenwirte (zb: Abortmaterial oder Nachgeburten), durch Aufnahme von rohen Fleisch, das mit dem Erreger kontaminiert ist oder durch Fressen von bereits infizierten Hundekot. Deshalb sollte zur Vermeidung solcher Infektionsübertragungen der eigene Hunde und auch vor allem der Hofhund von solchen Dingen ferngehalten werden.

Vorbeugend gegen die Futterverschmutzung und die Infektionsübertragung sollte man die angebotenen „Kotsackerl“ verwenden und die Ausscheidungen seines Hundes zum Wohle der Rinder gewissenhaft entfernen.

 


Auch die Kammer für Land- und Forstwirtschaft Kärnten hat auf die Hundekotverschmutzung von landwirtschaftlichen Nutzflächen reagiert und bietet den LandwirtInnen seit einem Monat die Möglichkeiten eigens angefertigte Warnschilder zu kaufen und aufzustellen. Mit diesen Schildern soll die Aufmerksamkeit der HundehalterInnen geweckt werden, darauf zu achten die Flächen nicht zu verschmutzen.

So werden die Schilder aussehen: Auch ein Beispiel aus Hittisau im Bregenzer Wald

 
Go to top